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Das zweidimensionale Bild zieht den Betrachter
in die Weite. |
Eine angenehme Atmosphäre sollen sie ausstrahlen,
die Bilder von Conny Wendland. Mit frischen Farben
will die Künstlerin etwas bewegen. Was,
das kann der Besucher momentan in der „Galerie
Wehrhahn” im Oldauer Haus für Kunst und
Kultur nachvollziehen.
OLDAU. „Das beste, was man über ein Gemälde
sagen kann: Schön.” So sieht es Conny Wendland,
deren variationsreichen Arbeiten derzeit in der „Galerie
Wehrhahn” im Haus für Kunst & Kultur
ausgestellt sind.
Gabriele Wehrhahn sei im Internet auf Wendland aufmerksam
geworden. „Ich finde ihre Werke absolut ansprechend. Die
frischen Farben sind zwar sehr trendy, aber Wendland bewegt
etwas mit ihren Bildern.”
„Mein Kunstreich” heißt die Ausstellung, und auch die im Titel bereits
angedeutete Vielfalt spricht die Besucher an, wie Wehrhahn am Tag der Eröffnung
mit Freude feststellen konnte.
So ziehen die Werke der als Autodidaktin zur Malerei gefundenen
Wendland die Aufmerksamkeit des Betrachters durch ihre positive
Ausstrahlung auf sich. Zumeist sind es gegenstandslose Bildräume,
die sich in atmosphärischen Weiten verlieren und gleich
sphärischen Schwingungen den Außenraum in ihren
Wirkungsradius integrieren. „Ein Bild wirkt immer am besten,
wenn es zu seiner Umgebung passt.” Dieser Kommentar Wendlands
spiegelt sich eigentlich in fast allen ihrer Werke wieder.
Als zweidimensionale Elemente raumausstatterischer Arrangements
gewinnen die Bilder, die häufig als Dreiteiler angelegt
sind, ihre atmosphärische Kraft, nehmen sie doch andere
Elemente, wie Möbel, in ihre Aura mit auf.
Auch bindet Wendland in ihre Arbeiten architektonische Gliederungsprinzipien
ein, wobei durch Säulenzitate oder gekreuzte Horizontalen
und Vertikalen vor allem Zergliederungen entstehen. Über
ein meditatives Moment sowie das beruhigende Ineinanderfließen
von Farbwirbeln, die manchmal an einen cremig verrührten
Karamell-Sahne-Pudding erinnern, vermögen sie den Betrachter
zu stimulieren und reißen den ein oder anderen fort
wie in ein Sog.
Dabei treten zum Teil ganz interessante Strukturen auf und
dort, wo Wendland Fundstücke in ihre Werke integriert,
gestalterisch spannende Momente.
In der dreiteiligen Arbeit „Safariwelt III” ist es ein mit
der Afrika-Sehnsucht und dem Humor des Betrachters spielender
Effekt, der für Beachtung von Seiten des Besuchers sorgt.
„Ich versuche Bilder zu malen, die eine angenehme Atmosphäre ausstrahlen,
fantasievolle Motive und Farben, die auch noch nach langer Zeit überraschen”,
sagt Wendland. In diesem Sinne sind ihre Arbeiten in erster Linie auf ihre Wirkung
aus, sind dekorativ, weniger Zeugnisse eines vom schöpferischen Tun besessenen
Sich-Abarbeitens an der Kunst. Wendland hat ein Hobby zum Mittelpunkt ihres Lebens
gemacht, indem sie sich durch Kurse weitergebildet und durch gemeinsames Arbeiten
mit anderen Künstlern Tricks und Kniffe, verschiedene Mal- und Wischtechniken
angeeignet hat.
Ihr „Kunstreich” ist noch zu sehen bis zum 31. März
in Oldau, Schwarzer Weg 1, dienstags bis freitags von 16.30
bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Ein Künstlergespräch
findet am Sonntag, 6. März, von 14 bis 16 Uhr statt.
Infos gibt‘s unter s (05143) 666897.
www.kulturperspektive.de |